Geschichten vom Gartenzaun – Andrea Garthe aus Werne

„Wenn man in einem Wohngebiet und danach in den Bauernschaften Zeitungen austrägt, erlebt man vieles. Die Landwirtschaft produziert nämlich nicht nur Lebensmittel, sondern auch tolle Feste. So kam es einmal vor, dass ich in eine noch laufende Kränzungsfeier platzte.

Spontan wurde ich eingeladen, doch mit auf das zukünftige Brautpaar anzustoßen. Aufgrund der Uhrzeit und meiner Arbeit einigten wir uns dann aber darauf, dass ich lieber mit Kaffee anstoßen sollte.

Und gerade in den ländlichen Gebieten habe ich viele schöne Sonnenaufgänge und Wildtiere wie Füchse und Rehe gesehen. Im Sommer konnte ich an einem Bauernhof immer Kirschen essen. Direkt vom Baum, jeden Morgen zwei bis drei Stück. Die unteren Äste blieben da immer voll für die Zeitungs- und Postboten.

Wenn Militärmanöver waren, konnte es vorkommen, dass einem der Weg durch einen Panzer verstellt war. Aber nur einmal habe ich mit deswegen erschrocken: Ich fuhr um die Kurve und sah plötzlich in den Kanonenlauf. Das sorgte für Lachen bei den belgischen Soldaten.

Ich bin mal gespannt, was ich noch alles erleben werde.“

Quelle: Der Bringer, März 2019

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